Im Arbeitskreis wirken mit von links:

Ludger Plugge, Georg Reinermann , Theo Weischer, Hedwig Reckert, † Willi Kamp, Elisabeth Wulf, Hermann Schmidt, Karl-Heinz Stapper

DE TÜÜNERS

DE TÜÜNERS

Er nennt sich selbst “Schriewerkrink”, weil die acht niederdeutsch schreibenden Autoren, die sich monatlich zur Lesung eigener Texte und zu gegenseitiger Kritik treffen, alle die plattdeutsche Sprache lieben und sich für ihren Erhalt einsetzen. Das Wort “tünen” kommt aus der Wannenmacherei und bedeutet flechten. Die Emsdettener Schreiber “flechten” mit Worten und veröffentlichen ihre Texte in den hiesigen Medien.

Eine Frucht ihrer bisherigen Arbeit ist das Buch “Plattsaolaot”. Das Buch ist leider nicht mehr erhältlich.

 

Plattsaolaot de twedde

Die „Tüüners“ kümmern sich schon seit Jahren um den Erhalt der plattdeutschen Sprache.
Nun haben sie ihr zweites Werk vollendet: „Plattsaolaot de twedde“. Vollgepackt mit lustigen, nachdenklichen und philosophischen Texten.

Hier können Sie das Buch bestellen.

 

Plasseer up Platt

Willi Kamp veröffentlicht in seinem Buch ,,Plasseer up platt” 43 seiner EV-Kolumnen. Alle Texte sind noch in der ursprünglichen münsterländischen Mundart verfasst und nicht von später übernommenen hochdeutschen Wendungen beeinflusst. Zahlreiche Bilder illustrieren die Texte.

Hier können Sie das Buch bestellen.

 

Gedichte der Tüüners

von Hedwig Reckert

 

Dat Christkind menn et extrao gued,
häff mi ’n Laptop bracht.
Dat ick met so’n Wiärk trächte kamm,
an so wat harr’k nich dacht.

 

Ick lähr nu wat von Microsoft,
von Windows un Desktop,
de nië Spraok is för mi schwaor,
will nich in mienen Kopp.

 

Computerspraok is mi gaas früemd,
un de mock nu studeern,
ach, wann’t doch blaus up Plattdütsk wäör,
dann konn ick’t gau kapeern.

von Karl-Heinz Stapper

 

De Naober har hier up’n Land,
siet Jaohr un Dag ‘nen haugen Stand.
Met Naoberplicht un Naoberrächt
kamm he alltiet getrülik trächt.

He was de Hölpe in de Naud,
bi Bränne, Kranksien off bi Daud,
un was dann Hochtiet giëgenan,
so stonn he praot un spanne an.

Äs Hochtietsbidder in Aktion,
dao har he jä aal noog to doon,
hall sagg he in de Buerschupp
fö alle Gäst sien Sprüëksken up.

Up sienen Bistand is Völaot,
wann Du em brücks, so steiht he praot.
He is likut, sien Arm is stark
he drägg antlest auk Dienen Sark.

Nu laot us waren düsse lärs,
dän Naigsten bistaon kümp toiärst,
gaoht giëgensietig Hand in Hand,
dat is us Glückes Unnerpand.

von Coleta Spaninng

 

Een Tüüner sien, dat is nich licht,
de Name mäck no kinn Gedicht,
mott Wäörde tüünen, Wäörde snieden
äs Wannenmakers üöre Wiëden.

 

Een Tüüner sien is swaor,
weil Maot un Riem sint raor.
Met Schuut un Snut un Rut un Krut,
dao kümp de Tüüner nich met ut.

De Spraoke is so licht,
kick liek em in ‘t Gesicht.
Män fak’ weet he nich in off ut.
Viëll Klöckskes makt no kinn Gelut.

 

Laot män den Tüüner sien Pläseer.
Een Kranz hänk nich vüör siene Düör.
De aolle Spraoke, Bruuk un Liäben
will he de Tokumst anveriärwen.