Protokoll
der
Jahreshauptversammlung
des
Heimatbundes Emsdetten e.V.
am
Anbau des August-Holländer-Museums
Beginn: 10:30 Uhr Ende: 11:30 Uhr
Anwesende:
34 Mitglieder des Heimatbundes Emsdetten e.V. lt. beiliegender Teilnehmerliste.
Vorstand des Heimatbundes Emsdetten e.V.: Bruno Jendraszyk, Mathilde Pettrup, Ludger Kortmann, Reinhard Pohl, Dieter Schmitz, Annelie Niethmann.
TOP 1 Eröffnung und Begrüßung
Der 1. Vorsitzende Bruno Jendraszyk begrüßt die Teilnehmenden und teilt mit, dass die Einladung durch den Anfang März 2026 verschickten Mitgliederbrief, ordnungsgemäß und termingerecht erfolgt ist. Die Versammlung ist beschlussfähig. Die Tagesordnung wurde einstimmig angenommen.
TOP 2 Totengedenken
Bruno Jendraszyk gedenkt der verstorbenen Mitglieder des Vorstandes des Heimatbund Emsdetten e.V. Der Kassierer Josef Stolze verstarb im Dezember 2025, Hans-Jürgen Peter, der für die Homepage zuständig war, verstarb im Februar 2026. Beide haben sich über viele Jahre engagiert im Heimatbund Emsdetten e.V. eingebracht.
Josef Stolze verstarb am 7. Dezember 2025 im Alter von 77 Jahren. Über zehn Jahre war er Kassierer des Heimatbund Emsdetten e.V. Die Kassenprüfer haben ihm stets eine vorbildliche und einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Er hat seine Aufgaben bis zuletzt mit großem Verantwortungsbewusstsein ausgeübt.
Als Museumsführer, sowohl im Wannenmacher- als auch im August-Holländer-Museum, verstand er es in seiner kompetenten Art, den Besucherinnen und Besuchern die Entwicklung unserer Heimatstadt vom ländlichen Dort zur Industriestadt zu vermitteln.
Seine Leidenschaft aber waren die Reisen, die er für den Heimatbund Emsdetten e.V. organisierte und als Reiseleiter begleitete. Diese Fahrten sind durch ihn zu einem echten Aushängeschild für den Heimatbund Emsdetten e.V. geworden.
Hans-Jürgen Peter verstarb am 18. Februar 2026 im Alter von 76 Jahren.
Er gehörte viele Jahre dem Vorstand an und kümmerte sich um die Homepage des Heimatbund Emsdetten e.V. sowie um alle im Zusammenhang mit der Wartung der Computer des Vereins stehenden Belange. Im Arbeitskreis für Stadtgeschichte und Familienforschung beschäftigte er sich mit der Erforschung der Geschichte der Textilindustrie unserer Heimatstadt. Als Familienforscher hatte er viel Erfahrung in der Suche nach Vorfahren. Seine Unterstützung hat vielen Familienforschern geholfen. Bei der Neugestaltung des August-Holländer-Museums waren seine technischen Zeichnungen für die Umsetzung einiger Maßnahmen außerordentlich hilfreich.
Mit Josef und Hans-Jürgen verliert der Heimatbund zwei wichtige Persönlichkeiten, die wir immer in Erinnerung behalten werden.
TOP 3 Bericht des 1. Vorsitzenden
Der Spielmannszug „Berge“ feierte am 16. Mai 2025 im Bürgersaal sein 100-jähriges Bestehen. Der Heimatbund Emsdetten e.V. war dazu eingeladen. Margret und Josef Stolze sowie Heidi und Bruno Jendraszyk nahmen daran teil. Als Geschenk wurden 50 € überreicht.
Am 14. Mai 2025 bestand das Wannenmachermuseum 40 Jahre.
Am 22. Mai 2025 hatte der Heimatbund Emsdetten e.V. Besuch einer Delegation der Hengeloer Museen. Mehrere Mitglieder des Vorstands konnten vier Personen begrüßen, von denen einige schon in Hengelo bei dem Besuch des Heimatbund Emsdetten e.V. anwesend waren. Nina Lüttmann als Kulturausschussvorsitzende und Anna-Christin Becks von FD 40 / Schule, Kultur und Sport der Stadt Emsdetten sowie Bürgermeister Oliver Kellner, der die Gäste begrüßte, nahmen an dieser Veranstaltung teil. Am Ende des Treffens wurde vereinbart, einen gemeinsamen Flyer der Emsdettener und der Hengeloer Museen zweisprachig aufzulegen. Wegen mangelnder Ressourcen bei der Stadtverwaltung Emsdetten, die für die Umsetzung einer solchen Maßnahme zuständig ist, konnte dieses Projekt bisher nicht umgesetzt werden.
Am 24. Mai 2025 feierte die Westumer Schützengesellschaft das 100-jährige Jubiläum der Westumer Kapelle. In seiner Ansprache erinnerte Bruno Jendraszyk an den Besuch niederländischer Veteranen anlässlich eines Volkstrauertages, die davon beeindruckt waren, dass jede Schützengesellschaft in Emsdetten eine eigene Gedenkstätte unterhält und diese selbst pflegt.
Am 23. Juli und 6. August 2025 war das Wannenmachermuseum im Rahmen von „Lollipop“ von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Es kam – wie im Vorjahr – ein Kind, das von Berthold Jürgens eine exklusive Führung erhielt. Das Warten von Berthold Jürgens auf den einzigen Besucher hat sich gelohnt, weil der Heimatbund Emsdetten e.V. am darauffolgenden Tag mit einem großen Foto in der Emsdettener Volkszeitung erwähnt wurde.
Am 15. Juni 2025 feierte Pfarrer Norbert Weßel sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Bruno Jendraszyk gratulierte im Namen des Heimatbundes Emsdetten e.V. und überreichte ein Buchgeschenk.
An den beiden Veranstaltungen der Vereinigten Schützengesellschaften „Empfang der Jubelkönige“ und „Königsempfang“ haben Josef Stolze, Ludger Plugge und Bruno Jendraszyk teilgenommen.
Am 17. Juli 2025 war es endlich soweit. Der Bildband „Als der Fotograf seine Kamera vergaß“ mit Aquarellen, Zeichnungen und Gemälden des Emsdettener Künstlers Heinz Mussenbrock wurde in einer würdevollen Veranstaltung im Neubau des August-Holländer-Museums einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
An zwei Terminen hat der Heimatbund Emsdetten e.V. danach sowohl das „Mussibuch“ als auch die beiden Werke von Dieter Schmitz „Emsdetten von oben“ und „Gruß aus Emsdetten“ auf dem Wochenmarkt verkauft und dabei rd. 1.000 € eingenommen.
Im August 2025 wurde der Heimatbund Emsdetten e.V. von der GEMA aufgefordert, für das Mai- und Sommersingen im Josefstift Gebühren zu zahlen. Der Verein hat sofort dagegen protestiert und bekam auch Recht, weil derartige Veranstaltungen nicht GEMA-pflichtig sind. Der Verein wurde zwar nicht geschädigt, aber diese Aufforderung hat eine Menge zusätzlicher Arbeit verursacht.
Am 14. September 2025 beteiligte sich der Heimatbund Emsdetten e.V. beim Tag des offenen Denkmals. Das Speichermuseum war an diesem Tag von 15:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Das Interesse der Bevölkerung war aber leider sehr gering.
Am 1. Oktober 2025 war der Heimatbund Emsdetten e.V. eingeladen zu der Veranstaltung „Der Bürgermeister kellnert“. Verschiedene Gruppen des Heimatbundes Emsdetten e.V. haben unseren ersten Bürger nicht enttäuscht und erlebten einen gemütlichen Abend.
Am Volkstrauertag am 16. November 2025 war der Heimatbund Emsdetten e.V. mit mehreren Mitgliedern vertreten. Nach der Veranstaltung um 11:00 Uhr im Bürgersaal wurde anschließend am Ehrenmal an der Nordwalder Straße ein Kranz niedergelegt.
Im November 2025 feierte der Kreisheimatbund im Falkenhof in Rheine sein 100-jähriges Bestehen. Pro Gastverein waren zwei Personen eingeladen. Vom Heimatbund Emsdetten e.V. nahmen Winfried Engbert und Bruno Jendraszyk teil.
Vom 5. bis 7. Dezember 2025 hatte der Heimatbund Emsdetten e.V. wieder eine Hütte auf dem Sternschnuppenmarkt gemietet. Es wurden sehr erfolgreich aktuelle und bekannte Bücher verkauft. Für den Verein ist es wichtig, dass er auf dem Weihnachtsmarkt präsent ist und damit zum Ausdruck bringt, dass er nicht nur auf Spender wartet, sondern auch selbst mit anpackt, wenn es eine Möglichkeit gibt, Geld zu verdienen.
Anfang Januar 2026 hat der Heimatbund Emsdetten e.V. „Nachwuchs“ bekommen. Alle 14 Tage treffen sich im Neubau des August-Holländer-Museums ca. zehn Damen zu einem Strick- und Literaturkreis. Ansprechpartnerin ist Marlies Feistkorn von buch & kunst. Alle Damen sind inzwischen Mitglieder des Heimatbundes Emsdetten e.V.
Ein besonderes Ereignis war die Teileinweihung des August-Holländer-Museums am 12. Januar 2026. Die Stadt hatte zu diesem Termin eingeladen. Die Redakteure der Emsdettener Volkszeitung hatten ja diesen Termin schon im April 2025 und zuletzt im Dezember des letzten Jahres angemahnt. Um zu verdeutlichen, warum es mit der Teileinweihung der unteren Etage fast zweieinhalb Jahre seit der Eröffnung des Neubaus am 29. September 2023 gedauert hat, erinnerte der 1. Vorsitzende des Heimatbundes Emsdetten e.V. daran, dass Ende der 1980er Jahre eine 16-köpfige Arbeitsgruppe, unterstützt vom LWL damals mehr als drei Jahre brauchte, um ein neues Ausstellungskonzept umzusetzen. Und 30 Jahre später – also heute – ist seit gut zwei Jahren eine Halbtagskraft vom FD 40 der Stadtverwaltung Emsdetten, die sich auch noch um andere Verwaltungsaufgaben kümmern muss und einmal wöchentlich noch eine Fortbildung besucht, mit der Aufgabe betraut das August-Holländer-Museum fit für die Zukunft zu machen. Mit einer riesigen Portion Herzblut und Unterstützung von Ehrenamtlern des Heimatbundes Emsdetten e.V. leistet Anna-Christin Becks dabei eine höchst anerkennenswerte Arbeit. Um jetzt das Dachgeschoss mit neuen Themen weiter zu entwickeln, fordert der Heimatbund Emsdetten e.V. weder Personal noch Geld, aber bittet um Verständnis, dass es seine Zeit braucht.
TOP 4 Bericht aus den Fachbereichen
4.1 Pättkestouren – Ludger Kortmann
Die Pättkestouren fanden wie immer am 3. Samstag im Monat statt. Gestartet ist die Gruppe im April 2025 bei strahlendem Sonnenschein und mit 40 Teilnehmern zum Hofcafe Bönstrup in Greven. Weitere Touren gingen zum Heimatverein in Mesum zum Rosinenbrotessen, es folgte die Blankenburg in Döhrente, der Franz-Felix See in Greven, der Klosterhof in Bevergern und die historische Gaststätte Franz in Brochterbeck.
Bei den Touren wurden ca. 290 km zurückgelegt mit ca. 250 Teilnehmern.
An dem Grünkohlessen im November 2025 im Deutschen Haus in Reckenfeld beteiligten sich 58 Personen.
Die erste Tour in diesem Jahr findet am 18. April statt. Während die Touren für Mitglieder kostenfrei sind, wird für Nichtmitglieder ein Unkostenbeitrag von 1,50 € erhoben. Der Startpunkt wird in der Tageszeitung bekannt gegeben.
4.2 Arbeitskreis für Stadtgeschichte und Familienforschung – Annelie Niethmann
Im vergangenen Jahr hat der Arbeitskreis für Stadtgeschichte und Familienforschung seine Tätigkeit, insbesondere die Familienforschung, weitergeführt.
Hervorzuheben ist die Vortragsveranstaltung im September 2025 mit Josef Berkemeyer, Saerbeck. Im Seminarraum von Hof Deitmar berichtete er über seine Forschungen zur Flak-Station in Saerbeck am Dortmund-Ems-Kanal anhand von Berichten von Überlebenden und Zeitzeugen. Ebenso wies er auf die große Radaranlage hin, die sich damals in Saerbeck befand, wo später die Tonmöbelfabrik Liesenkötter errichtet wurde. Der Vortrag fand großen Zuspruch und soll in diesem Jahr noch einmal wiederholt werden.
Während des Frühlingsfestes des Bürgermeisters im Juni letzten Jahres hat der Arbeitskreis im Anbau des August-Holländer-Museums seine Arbeit präsentiert. Christa Vertgewall, Günter Gödde und Rainer Hilchenbach zeigten interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeiten zur Familienforschung im Internet, gaben wertvolle Tipps zur Nutzung von speziellen Programmen zur Erstellung eines Stammbaumes und konnten einigen Interessierten in ihrer großen Datenbank fehlende Informationen zu deren Vorfahren geben.
Außerdem zeigte eine kleine Ausstellung alte Karten von Emsdetten, die die vielen Veränderungen Emsdettens in den letzten 150 Jahren darstellten. Aufgrund des regen Interesses wird diese Form der Veranstaltung in diesem Jahr wiederholt.
Neben seinen weiteren Tätigkeit zum Sammeln von Daten der alten Emsdettener Familien, Totenzetteln und Stammbäumen, sollen im Laufe dieses Jahres alte Adressbücher, Listen und Register auf der Homepage des Heimatbund Emsdetten e.V. allgemein zugänglich gemacht werden. Wann dieses Vorhaben abgeschlossen sein wird, kann zurzeit noch nicht gesagt werden, da mit dem Tod von Hans-Jürgen Peter eine wertvolle Unterstützung hierbei nicht mehr gegeben ist.
Der traditionelle Ausflug im August des vergangenen Jahres führte die Gruppe nach Metelen, wo die Kirche St. Cornelius und St. Cyprianus sowie die die Stiftskammer besichtigt wurde.
4.3 Mehrtagesfahrradtouren – Reinhard Pohl
Reinhard Pohl führt aus: „Um es vorweg zu nehmen: Für mich ist Radfahren kein Sport, sondern Spaß. Ich habe seit 1995 bis zur Corona-Pandemie, also ca. 25 Jahre, meine Urlaube auf dem Rad verbracht. Dabei bin ich in kreuz und quer von Island bis Sizilien und von Portugal bis nach Sankt Petersburg unterwegs gewesen. In der Zeit habe ich viel über Fahrradkulturen in Europa kennen gelernt. Dazu muss ich sagen, das Paradies für Fahrradfahrer befindet sich hier vor unserer Haustür. Die Niederlande sind vielleicht noch einen Tick besser als das Münsterland. Ich bin so froh, dass der Heimatbund Emsdetten e.V. mir hier die Möglichkeit gegeben hat, indem ich unseren Mitgliedern und Freunden das Radfahren und unsere Heimat zeigen und vorstellen kann. Schön ist, dass diese Art des Reisens viele Personen anspricht. So ist es nicht einfach einen Platz im Angebot des Heimatbundes Emsdetten e.V. zu ergattern. Inzwischen haben wir das Angebot auf vier Mehrtagestouren erweitert.“
Im vergangenen Jahr sind die Radfahrer nicht nur im Münsterland sondern auch im benachbarten Niedersachsen unterwegs gewesen. Ende Juni wurde für vier Tage ein Hotel in Bad Bentheim bezogen, um von dort das benachbarte Holland zu erkunden. Dabei stand auch der Besuch unserer Partnerstadt Hengelo auf dem Programm.
Anfang Juli war die Gruppe in Fürstenau, das liegt ca. 25 km östlich von Lingen. Dort konnte man u. a. die typischen Artländer Höfe sehen.
Ende Juli ging es wieder in den Westen des Münsterlandes. Dieses Mal hat die Gruppe für fünf Tage ein Hotel in Ahaus-Alstätte genutzt, um die Gegend südlich von Enschede zu besuchen. Besucht wurde das Zwillbrocker Venn, Haaksbergen und das „Witte Venn“ und auch für einen weiteren Besuch unserer Partnerstadt hatte die Gruppe noch Zeit.
Mitte August wurde eine Sagentour durch das Münsterland durchgeführt. Dabei fuhr die Gruppe über Billerbeck, Lüdinghausen und Telgte einmal um Münster. Unterwegs besuchte sie Stätten unheimlicher und lustiger Sagen, die sich die Bewohner der jeweiligen Gegend seit Jahrtausenden erzählen.
Das Münsterland ist in der Lage, dass das Radfahren abseits von Hauptstraßen ermöglicht. So kann man die münsterländische Parklandschaft ausgiebig erkunden und genießen. Auch regelmäßige Pausen führen dazu, dass man nach einer getanen Radtour gut erholt nach Hause zurückkehrt. Allerdings merkt man die Anstrengung in den Beinen, der Kopf allerdings ist frei und erinnert sich gern an die geleistete Tätigkeit, den Spaß untereinander mit und in der Natur und letztendlich den netten Tourenteilnehmern.
Auch in diesem Jahr (2026) wird der Heimatbund Emsdetten e.V. vier Mehrtagestouren anbieten. Bereits Ende Mai gibt es eine Viertagestour nach Nordhorn. Ende Juni wird ein Hotel im grünen Sendenhorst bezogen werden, um die Gegend südöstlich von Münster kennenzulernen. Ende Juli wird die Gruppe nach Hausdülmen radeln, um das südliche Münsterland zu bereisen. Der krönende Abschluss wird – wegen der großen Nachfrage – Ende August in Ahaus-Alstätte verbracht werden. Auf dieser Fünftagestour wird auch wieder ca. 25 km in die Niederlande hineingefahren.
4.4 Heimatblätter – Dieter Schmitz
Dieter Schmitz teilt mit, dass mit den Ausgaben Nr. 145 bis 147 im vergangenen Jahr wieder drei Ausgaben der Heimatblätter als Beilage der Emsdettener Volkszeitung erschienen sind. Die Ausgaben für dieses Jahr liegen am 8. April, am 29. Juni und am 25. November 2026 der Emsdettener Volkszeitung bei.
Der Heimatbund Emsdetten e.V. sucht für die nächsten Ausgaben interessante Geschichten, Gedichte, Fotos, Historisches und Erzählungen aus und über Emsdetten. Es gibt kaum Fotos aus den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts bis zur Nachkriegszeit. Wer dem Heimatbund Emsdetten e.V. entsprechendes Material zur Verfügung stellen kann: Bitte unter Tel. 88214 zu den Bürozeiten (Montag bis Freitag 11:00 bis 12:00 Uhr) anrufen. Fotos etc. werden selbstverständlich nach dem Einscannen wieder zurück gegeben.
4.5 Bericht der Museen
Bruno Jendraszyk verliest den Bericht von Berthold Jürgens über die Nutzung der Museen, da dieser nicht an der Jahreshauptversammlung teilnehmen kann:
Das Wannenmachermuseum wurde in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025 von 1.654 Gästen besucht. Seit Anfang 2025 verstärken Ulla Hinz, Gisela Hilbert und seit Frühjahr 2025 Helmut Abelmann das Team der Museumsführer.
Verstorben ist am 27. April 2025 unser ehemaliger Kollege Josef Möllers. Ebenfalls verstorben ist der Museumsführer Kollege Josef Stolze am 7. Dezember 2025.
Am Freitag, den 13. Mai 2025 besuchten alle sechs Kinder des Wannenmachers Hermann Löbbel das Wannenmachermuseum. Sehr gut fanden alle, dass das Museum erhalten bleibt und so das Handwerk ihres Vaters immer noch gezeigt werden kann. Viel zu erzählen gab es auch zu dem Film über die Wannenmacherei in dem ihre Eltern vorkommen (siehe Bericht Heimatblatt Nr. 146).
Am 22. Mai 2025 besuchte ein Team des Museums Enschede das Wannenmachermuseum.
Weiterhin werden neue Museumsführer für die Museen gesucht. Jeder, der Interesse an der Geschichte unserer Stadt und der Wannenmacherei hat und diese anderen vermitteln möchte, ist herzlich aufgerufen sich im Museum zu melden.
Besucherstatistik Wannenmachermuseum 2025
Führungen für Privatpersonen, Familien, Vereine 283 Besucher
Schulklassen 242 Besucher
Tagesgäste 1.129 Besucher
Insgesamt 1.654 Besucher
Montag 96 Besucher
Dienstag 84 Besucher
Mittwoch 324 Besucher
Donnerstag 313 Besucher
Freitag 193 Besucher
Samstag 287 Besucher
Sonntag 357 Besucher
Montags und dienstags waren Führungen für Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten.
Mit sechs Museumsführern war das Wannenmachermuseum an 254 Tagen geöffnet. Viele zusätzliche Führungen gab es auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten (mittwochs bis sonntags von 15:00 bis 18:00 Uhr).
4.6 Archiv – Hilde Jürgens
Bruno Jendraszyk trägt den Bericht von Hilde Jürgens zum Archiv vor:
Das Archiv des Heimatbund Emsdetten e.V. birgt einen ungeheuren Schatz. Man findet hier Schriftstücke der Heimatkunde Emsdettens, der Heimatkunde des Münsterlandes bzw. Westfalens, Schriftenreihen des Kreises Steinfurt und die Jahrbücher des Kreises Steinfurt und Westfalens, Bücher über allgemeine Geschichte, Geographie, Geologie, Handwerk und Volkskunst, Festschriften von Gemeinden und Vereinen, Unterlagen über Familienforschung, Literatur der August-Wibbelt-Gesellschaft, Literatur über Natur- und Umweltschutz, Bücher über Kunst und Kunstgeschichte allgemein, Westfälische Kunststätten und Technische Kulturdenkmale in Westfalen, plattdeutsche Literatur, alte Gebetbücher, Koch- und Handarbeitsbücher, altes Liedgut, Theatermanuskripte sowie verschiedene geographische Karten.
Nicht zu vergessen sind zahllose Karten, Zeitungen, Landkarten und Fotos, die zum Teil noch inventarisiert werden müssen. Das heimatgeschichtliche Schriftgut wird gesammelt und archiviert, um es interessierten Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere Schülerinnen und Schülern, zu Studienzwecken zugänglich zu machen. Woher stammt denn die Sammlung dieser alten Kulturgüter? Ein Großteil stammt aus Nachlässen, die dem Heimatbund Emsdetten e.V. übergeben wurden. Der letzte große Nachlass stammt von Reinhold Wietkamp, den dessen Ehefrau Monika dem Heimatbund Emsdetten e.V. sein privates Archiv und viele Bücher übergeben hat.
Es gilt Vergangenes zu bewahren. Ein japanisches Sprichwort sagt:
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht leben.
4.7 Busreisen
Dieser Bericht von Nicole Albers und Margret Stolze wird ebenfalls von Bruno Jendraszyk vorgetragen:
Fünf Busreisen haben im Jahr 2025 – Dank Josef Stolze – in Zusammenarbeit mit dem Busunternehmen Strier-Reisen stattgefunden. Josef Stolze hat davon vier Fahrten zusammen mit seiner Ehefrau Margret als Reiseleiter selbst begleitet. Drei Tagestouren führten nach Bielefeld, Giethoorn (Holland) und nach Soest. Die Mitreisenden erlebten nach einer Stadtrundfahrt eine Werksbesichtigung bei Dr. Oetker. In Giethoorn, dem Venedig der Niederlande, blieb eine umfangreiche Grachtenfahrt in bester Erinnerung. Den Jahresabschluss bildete eine Fahrt zum historischen Adventsmarkt nach Soest.
Die erste Mehrtagestour war eine Schnupperkreuzfahrt im April auf dem Rhein von Düsseldorf bis nach Boppard. Als Landgänge besichtigten wir unsere ehemalige Bundeshauptstadt Bonn, Andernach und Koblenz mit dem Deutschen Eck. Die zweite Mehrtagestour dauerte fünf Tage. Sie führte in den Norden zum Weißenhäuser Strand. Es hatten sich so viele Teilnehmende gemeldet, dass ein zweiter Bus, in dem sich der 2. Vorsitzende Ludger Plugge als Reisebegleiter bewährte, eingesetzt werden musste. Auf der Anreise wurde im malerischen Stade im Alten Land ein Zwischenstopp eingelegt. In zwei Tagesausflügen wurde die Holsteinische Schweiz und die dänische Hauptstadt Kopenhagen besichtigt. Am vierten Tag erkundete die Gruppe die Landeshauptstadt Kiel mit der Schöneberger Bucht und dem Marineehrenmal in Laboe. Auf der Heimreise gab es noch die Möglichkeit ein wenig in Travemünde und im Timmendorfer Strand zu verweilen.
4.8 Vienndüwels
Zu den Vienndüwels gibt es in diesem Jahr keinen Bericht, da Winfried Engbert seine Teilnahme kurzfristig absagen musste.
Mitglied Martin Ascheberg meldet sich zu Wort und teilt mit, dass die Vienndüwels im September 2025, ca. 14 Tage früher als üblich, mit ihrer Aktion begonnen haben. Es wurden während der Venn-Saison 1.600 Stunden ehrenamtlich im Venn gearbeitet. Die Saison endete am 28. Februar 2026. Im April erfolgt dann wieder die Bankaktion. Nach einer Abstimmung mit dem Kreis Steinfurt und der Biologischen Station Steinfurt beginnt die nächste Saison im Herbst. Außerdem bittet er um weitere Unterstützung bei der Arbeit der Vienndüwels.
Bruno Jendraszyk dankt Martin Ascheberg für seine Ausführungen.
TOP 5 Genehmigung des Protokolls der Jahreshauptversammlung vom 23. März 2025
Das Protokoll der Jahreshauptversammlung 2025 liegt in gedruckter Form seit Anfang Mai 2025 im Wannenmachermuseum zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Auf der Homepage des Heimatbund Emsdetten e.V. ist das Protokoll unter dem Punkt „Über uns – Jahreshauptversammlung“ seit Anfang Mai 2025 online einsehbar. Dadurch erübrigt sich das Verlesen des Protokolls.
Die anwesenden Mitglieder nahmen das Protokoll der Jahreshauptversammlung einstimmig an.
TOP 6 Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer
Aufgrund der urlaubsbedingten Abwesenheit von Ludger Plugge verlas Annelie Niethmann den von ihm erstellten Kassenbericht:
Die Finanzen des Heimatbund Emsdetten e.V. stellen sich zurzeit gut dar. Im vorhergehenden Jahr 2024 hatte der Verein einen Verlust von 1.291,44 €. Der Überschuss / Gewinn für das Jahr 2025 beläuft sich auf 2.811,40 €.
Die wichtigsten Posten des Jahresabschlusses sind:
Die Mitgliederbeiträge beliefen sich auf 8.584 €. Der Verein erhielt von der Stadt Emsdetten Zuwendungen in Höhe von rd. 10.000 € für die Aufwendungsentschädigung der Museumsführer, rd. 1.000 € für die „Bänke-Aktion“ der Vienndüwels, die die Bänke und Sitzgruppen in und um Emsdetten sowie den Wanderpilz erforderlichenfalls reparieren, austauschen und anstreichen.
Vom Kreisheimatbund Steinfurt erzielte der Verein Mieteinnahmen durch die Untervermietung von zwei Büroräumen auf Hof Deitmar in Höhe von 2.400 €, wobei der Verein selbst Mietaufwendungen an die Stadt Emsdetten in Höhe von 4.517 € zu zahlen hatte.
Allgemeine Spendeneinnahmen hatte der Verein in Höhe von 550 € und 265 € bei den Küeraomden, wobei diese Spendenzahlungen nicht alles sind, dazu später.
Versicherungsbeiträge fielen in Höhe von 1.455 € an. Weitere Ausgaben fielen an für Bürobedarf, Telefon, Internet, Porto, Kreisjahrbücher, Sternschnuppenmarkt, Bewirtung, Bankgebühren, Reinigungskosten Museen und Büro, Presse, Software, Steuerberater und sonstige Ausgaben.
Und nun zu dem ganz besonderen Punkt im Jahr 2026, nämlich der Verkauf der Bücher. Hier hatte der Verein Einnahmen in Höhe von 10.093 € erzielt. Darin sind Spenden in Höhe von 7.400 € enthalten. Dieser außerordentliche Betrag ist in erster Linie dem 1. Vorsitzenden Bruno Jendraszyk zu verdanken, der unermüdlich bei Firmen und Privatpersonen angeklopft und um Spenden für unser Buchprojekt (Mussenbrock-Buch) geworben hat. Hierfür gebührt ihm ein ganz besonderer Dank. Dem gegenüber standen Ausgaben, insbesondere Druckkosten, in Höhe von 7.568 €, so dass der Überschuss aus diesem Bereich 2.525 € beträgt. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit, denn auch die Buchhandlung Buch & Kunst hat im Jahr 2025 die Bücher des Heimatbund Emsdetten e.V. verkauft. Daraus erhielt der Verein im Januar 2026 einen Betrag in Höhe von 5.419 € überwiesen, so dass der Gewinn aus den im Jahr 2025 verkauften Büchern gedanklich 7.944,61 € beträgt. Aber die 5.419 € sind erst im Januar 2026 eingegangen und fließen insofern erst in 2026 in die Gewinn- und Verlustrechnung ein.
Wie den Mitgliedern des Vereins sicher bekannt ist, hat Ludger Plugge nach dem unerwarteten Tod von Josef Stolze die Kasse des Heimatbund Emsdetten e.V. kommissarisch übernommen. Es hat ein wenig gedauert bis er sich zurecht gefunden hat, aber er führt aus: „Josef, du hast einen guten Job gemacht!“
Die Kasse wurde geprüft am 17. März 2026 bei Ludger Plugge zu Hause und einer der Kassenprüfer wird sich dazu äußern.
Zurzeit hat der Heimatbund Emsdetten e.V. 665 Mitglieder.
Die Kassenprüfer Ewald Schmedt und Dieter Schulte-Sienebeck haben am 17. März 2026 die Kasse bei Ludger Plugge geprüft. Sie haben alle durchgehenden Belege gesichtet und die Kassenführung als sehr gut beschrieben.
Ewald Schmedt und Dieter Schulte-Sienebeck stellen den Antrag auf Entlastung der Kassierer Josef Stolze und Ludger Plugge.
Die Entlastung der Kassierer Josef Stolze und Ludger Plugge erfolgte einstimmig.
TOP 7 Entlastung des Vorstands des Heimatbund Emsdetten e.V.
Die Entlastung des Heimatbund Emsdetten e.V. erfolgte einstimmig.
TOP 8 Vorstandswahlen für zwei Jahre
Für zwei Jahren mussten wieder mehrere Vorstandsmitglieder/ Beisitzer gewählt werden.
Ludger Plugge wurde einstimmig gewählt.
Elisabeth Winckelmann und Siegfried Pröhl werden Ludger Plugge in diesem Jahr „über die Schulter schauen“ und im kommenden Jahr wird die Frage des Kassierers / der Kassiererin endgültig entschieden.
TOP 9 Wahl der Kassenprüfer
Die Kassenprüfer müssen wieder für ein Jahr gewählt werden. Ewald Schmedt und Dieter Schulte-Sienebeck stellen sich zur Wahl. Ewald Schmedt wird einstimmig gewählt und nimmt die Wahl an. Dieter Schulte-Sienebeck wird einstimmig gewählt und nimmt die Wahl an.
TOP 10 Fahrten und Reisen
Der 1. Vorsitzende Bruno Jendraszyk erklärt, dass im laufenden Jahr Nicole Albers, geb. Stolze und ihre Mutter Margret Stolze zusammen mit Strier-Reisen die Fahrten organisieren wird.
Nicole Albers führt aus, dass es drei Tagestouren geben wird:
Die Mehrtagestouren finden statt
Bei Fragen zu den Fahrten können sich die Mitglieder des Heimatbund Emsdetten e.V. gerne an Nicole Albers wenden. Auf Nachfrage von Bruno Jendraszyk, ob sie sich vorstellen könnte, künftig die Aufgabe „Reisen“ im Vorstand zu übernehmen, teilt sie mit, dass sie dazu noch nichts sagen kann. Sie würde sich freuen, wenn jemand sich melden würde, der zukünftig die Reisen organisieren und durchführen würde.
Bruno Jendraszyk dankt Nicole Albers für ihre Ausführungen und ihr Engagement und drückt die Hoffnung aus, dass sie auch weiterhin die Reisen übernehmen würde.
TOP 11 Verschiedenes
Zum TOP Verschiedenes wurden von den Anwesenden keine Meldungen gemacht. Bruno Jendraszyk dankt allen Teilnehmenden für ihr Kommen und wünscht noch einen schönen Sonntag.
gez. Annelie Niethmann