25 Jahre Wannenmacher-Museum

Viele Bürger gratulierten zum Jubiläum

Die Hände der Kinder gleiten über das Korbgeflecht; die ,Augen schauen die Altmeister fasziniert an. ,,Darf ich jetzt auch mal flechten?“, fragt ein begeistertes Mädchen. ,,Aber gerne“, ist die Antwort eines Wannenmachers, „nichts lieber als das!“

Das weltweit einzige Wannenmachermuseum feierte am Sonntag, dem 16. Mai 2010, das 25-jährige Jubiläum. Und die Emsdettener kamen, um zu gratulieren, alte Traditionen neu zu entdecken und selbst Hand anzulegen.

Rund um Deitmars Hof, im Wannenmacher- und im August-Holländer-Museum wurden fast ausgestorbene handwerkliche Traditionen präsentiert. Und zum Leben erweckt. In enger Zusammenarbeit mit dem Kreisheimatbund Steinfurt wurde ein richtiges Mitmach-Museum aufgebaut.

Viel Arbeit.

,,Wenn sie selber etwas schaffen können, bleibt das den Menschen im Gedächtnis", erklärte Rita Volkmer vom Kreisheimatbund Steinfurt. Es gehe auch darum, die langwierige Arbeit für einen Wannenmacherkorb oder einen selbst geklöppelten Schal schätzen zu lernen, führte sie aus. Große Augen machten vielen Kinder nicht selten.

Vor allem, als sie vom enormen Arbeitsaufwand hörten. ,,Einen Schal zu häkeln, kann nach alter Klöppler-Kunst auch schon mal fünf Monate dauern", erzählten die Frauen vom Heimatbund Mettingen. Ausdauer und Geduld sind hierbei' gefragt.

Die Initiatoren

Ausreichend davon hatte vor 25 Jahren ebenso Dr. Hermann Janning, als er die politischen Weichen für das Wannenmacher-Museum stellte. Durch sein Geschick konnte er die Stadt von dem Vorhaben Wannenmacher-Museum und dessen kulturellem Nutzen überzeugen. Maßgeblich an der Gründung beteiligt war auch Ulrich Tapper, der für die Museumstechnik zuständig war.

,,Über 60000 Besucher sind seit der Eröffnung hier gewesen", sagte er rückblickend.

Dass Interesse der Bürger noch immer vorhanden ist, wurde beim Jubiläum bewiesen. Zwischen antiken Landwirtschaftsmaschinen des Oldie-Traktoren-Vereins Wettringen wurden Anekdoten ausgetauscht, die Kleinen waren Feuer und Flamme für die Flechtkunst und das selbst gebackene Brot schmeckte prima. Ein Hoch auf die guten, alten Zeiten!.

Jane Schulz Emsdettener Volkszeitung vom 17.5.2010.

 

von links: Manfred Uhlenbrock, Franz Mess, Josef Krühler, Hermann Beike, Alfons Schwarte, Karl Finke, Manfred Schröder, Bernhard Thomitzek, Ulrich Tapper, Alfred Brömmelhaus, Bürgermeister Georg Moenikes, Dr. Hermann Janning mit Ehefrau.

 

 

 

Fotos: Dieter Schmitz

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