Wannenmacher Hermann Löbbel

 

 

Hermann Löbbel, der letzte Wannenmacher.

Die Arbeit des "Düörschliägers beim Spleiten"

 

Neuer Spleitklotz im Wannenmacher Museum

Im Dezember 2002 wurde im Wannenmacher Museum ein neuer Hauklotz eingebaut.

Dieser Hauklotz ,,Spleitklotz" , so heißt er in der Wannen- macherfachsprache befindet sich im Spleithäuschen hinter dem Wannenmacherhaus. Der alte Hauklotz war von Holzwürmern zu ,,Holzmehl" zerfressen.

Im ,,Spleithüesken" wurden im Winter zerteilte Weidenstämme auf dem Spleitklotz zu dünnen Splaten oder Schienen zerlegt (gespleitet). Das Holz mußte zu diesem Zweck in großen Mengen gekocht und in heißem Zustand weiterverarbeitet werden. Ein Spleithäuschen wurde in der Regel von fünf Wannenmachern gemeinsam benutzt. Diese bildeten alljährlich eine Arbeitsgemeinschaft ,,Spann": 

Ein Durchschläger ,,Düörschläger" und vier Spleiter.

Auf diese Weise wurde ein zügiger Ablauf der schweren Arbeit erreicht. Das Spleiten begann im März. Die an der Arbeitsgemeinschaft beteiligten Wannenmacher brachten ihr Holz zum Spleithäuschen. Im Zeitraum von 4 - 6 Wochen wurde nacheinander für jeden der beteiligten Wannenmacher der jährliche Splatenvorrat gemeinsam hergestellt.

Der neue Spleitklotz wurde von Männern der Naturschutzgruppe des Heimatbundes Emsdetten eingebaut. Er ist aus einem Eichenstamm. Der Umfang beträgt 1,93 m, die Höhe 30 cm, das Gewicht 117,5 kg.

Unter dem Spleitklotz wurde die Ausgabe der Emsdettener Volkszeitung vom 10. Dezember 2002, das Emsdettener Heimatblatt, Ausgabe Oktober 2002 und Dezember 2002, die Prospekte der beiden Emsdettener Museen, ein Veranstaltungskalender für das Jahr 2003 des Heimatbundes Emsdetten und die Daten zum Spleitklotz deponiert.

 

 

Beim Flechten (Tünen") einer Wanne

 

Der Wannenmacher in seiner Stube

 

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